Die Wassergrundmücke

Coquillettidia richiardii

 

In Deutschland ist diese Gattung nur mit einer Art, nämlich Coquillettidia richiardii, vertreten. Die Larven und Puppen dieser Mücke leben bis zum Schlüpfen der Fluginsekten ständig untergetaucht. Ihren Sauerstoffbedarf decken sie, indem sie sich mit ihrem Atemrohr bzw. Atemhörnchen in das Luftgewebe (Aerenchym) von Pflanzen bohren. Bevorzugte Pflanzen sind Glyceria, spezielle Seggenarten oder Rohrkolben (Typha). Entsprechend der Lebensweise besiedelt Cq. richiardii dauerhafte pflanzenreiche Gewässer, wie z. B. Altwässer oder Verlandungszonen von Seen. Die schmutzig gelb gefärbten Coquillettidia-Weibchen legen ihre Eier direkt auf die Wasseroberfläche, wobei sie zu rundlichen Eischiffchen zusammengeklebt werden. Nach wenigen Tagen schlüpfen die jungen Larven, die sofort Wasserpflanzen anbohren. Die Überwinterung erfolgt vor allem im dritten Larvenstadium. Im Frühsommer schlüpfen die Fluginsekten. Coquillettidia hat nur eine Generation im Jahr. Die Weibchen können in Gegenden mit vielen Dauergewässern mit Schilf- oder Rohrkolbenbewuchs sehr lästig sein.

 

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