Die Hausmücken

(Culex-Arten)

 

Von den in Deutschland vertretenen sechs Arten lebt die bekannteste und häufigste Art dieser Gattung Culex pipiens meist im Bereich menschlicher Siedlungen, wo sie in Gebäuden lästig werden kann, weshalb sie allgemein als "Hausmücke" bezeichnet wird.

Hausmücken sind ausgesprochene Dämmerungs- und Nachttiere und wandern nur wenig. Sie belästigen daher den Menschen meist nur abends und nachts in oder in der Nähe von Gebäuden. Tagsüber und in der freien Landschaft sind sie üblicherweise wenig lästig. Wie bei den anderen Stechmücken saugen nur die Weibchen Blut, die Männchen ernähren sich von Pflanzensäften.

Die Hausmücken überwintern als begattete Weibchen im Gegensatz zu den Überschwemmungsmücken (Aedes-Arten), die im Eistadium überwintern. Sie suchen im Spätherbst ihre Winterquartiere auf, in denen sie vor starkem Frost und vor Zugluft geschützt sind und wo eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden sein muß. Überwinterungsplätze sind vor allem alte Keller mit Lehmboden (nicht aber die beheizten bzw. trockenen Keller moderner Häuser), ferner Kanalisationen, Brunnenschächte, landwirtschaftliche Gebäude, Garagen, Gartenhäuschen, Erdstollen usw, wo sie an Decken und Wänden sitzen. Seltener erfolgt die Überwinterung im Freien, z. B. in Reisighaufen oder Tierbauten.

Im Frühjahr (meist im April oder Mai) verlassen die Weibchen die Winterquartiere und beginnen bald mit der Eiablage. Jedes Weibchen legt meist mehrere hundert Eier in einem Paket (dem sog. "Schiffchen") auf die Wasseroberfläche. Bei der Wahl ihrer Brutplätze sind die Hausmücken wenig wählerisch. Grundsätzlich kommt jede nicht oder nur langsam fließende Wasseransammlung in Frage, die länger als 2 Wochen besteht. Besonders bevorzugt werden Klein- und Kleinstgewässer, wie Regentonnen, Jauche- und Abwassergruben, Sickerschächte, Kanalisationen, Gullys, Gartenteiche mit faulendem Pflanzenmaterial (ohne Fische und andere Freßfeinde), wassergefüllte Altreifen und Konservendosen, durchhängende oder verstopfte Dachrinnen und Regenpfützen.

 

Zyklus (Regenfaß) Zyklus (Regenfaß)

Bei Wassertemperaturen über 10 °C schlüpfen aus den Eiern wenige Tage nach deren Ablage die Larven. Für das Schlüpfen der Larven sind keine Wasserstandsänderungen, wie z. B. bei den Aedes-Arten, notwendig, da die Culex-Weibchen ihre Eier direkt auf der Wasseroberfläche ablegen. Es gibt ebenfalls 4 Larvenstadien, die je nach Temperatur der Brutgewässer in insgesamt 1-3 Wochen durchlaufen werden; warme Temperatur beschleunigt, kühle verzögert die Entwicklung. Das anschließende Puppenstadium dauert je nach Temperatur 2 - 4 Tage. Larven und Puppen sind in Aussehen und Lebensweise den entsprechenden Stadien der Überschwemmungsmücken ähnlich. Die aus den Puppen schlüpfenden Fluginsekten paaren sich nach wenigen Tagen. Nach einigen weiteren Tagen - nach vollzogener Blutmahlzeit - beginnen die Weibchen mit der Eiablage. Da die gesamte Entwicklungsdauer (von der Eiablage bis zur Eiablage der nächsten Generation) nur etwa 3-5 Wochen beträgt (wiederum abhängig von der Temperatur), kann es in einem normalen Sommer leicht zu 4-5, in einem warmen Sommer sogar zu 6-7 Generationen kommen. Wegen der hohen Eizahl und der kurzen Generationsdauer kann ein einziges überwinterndes Weibchen während eines Sommers viele Millionen, theoretisch sogar viele Milliarden Nachkommen haben.

 

Die große Hausmücke

„Culiseta annulata“

 

Die Vertreter der Gattung Culiseta sind meist große und kräftige Mücken. Die bekannteste und häufigste Art heißt Culiseta annulata. Ihre Lebensweise ist mit der von Culex pipiens, der gemeinen Hausmücke, vergleichbar. Daher wird sie auch als "große Hausmücke" oder wegen ihren weißen Ringen an den Beinen als „Ringelmücke“ bezeichnet wird. Ihre Flügel sind fleckig beschuppt.

 

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